Und es schneit

 

Es herrscht Trauer in der Welt,

so viel Leid.

Trifft den Armen, den mit Geld…

und es schneit.

  30. 03. 2020


Alles wird gut!


Ich möchte heut‘ mal an was Schönes denken,

allen Menschen heute ein Lächeln schenken.

Ich geh‘ durch den Wald, genieße die Ruh‘,

hör‘ dem fröhlichen Lied der Vögel zu.

Hier tanke ich Kraft, bekomm‘ neuen Mut.

Ich geb‘ ihn gern weiter, alles wird gut.

 25. 03. 2020


Und doch…..

 

Der Himmel ist blau.

Die Luft ist noch kalt.

Doch spür‘ ich genau,

der Frühling kommt bald.

 

Ein Vöglein singt

oben im Baum.

Wie schön das klingt,

fast wie im Traum.

 

Und am Königsteich

die Enten beim Spiel.

Die Welt ist so reich.

Der Weg ist das Ziel.

 

Es ist alles wie immer, und doch……

 

Jeder geht allein

auf breiten Wegen.

Man hält Abstand ein,

kommt man entgegen.

 

Es ist plötzlich ganz anders.

23. 03. 2020



So still

Ich kann nicht ins Theater geh’n.

Kann meine Freunde nicht mehr seh’n.

Nicht tun, was ich will.

Und es ist so still.

 

Ein Virus legt unsere Welt in Ketten.

Jedes Land will seine Bürger nun retten.

Getrennt, nicht vereint.

Und die Sonne scheint.

18. 03. 2020


Farbtupfer

 

Es ist seltsam, was ich so entdecke,

geh‘ ich spazieren durch die Stadt.

Wer wohl an dieser trockenen Hecke

die Gießkanne vergessen hat?

 

Vielleicht hat man sich auch gedacht,

die Hecke ist zu trist.

Und hat das Kännchen angebracht,

damit sie bunter ist.

an der Joststraße

12. 03. 2020


 

Wird es Frühling?

 

Meine Freundin sagt, es gibt Winter noch.

Ich gehe spazieren und denke, nein.

Ich spüre den Frühling überall doch.

Winter? Das muss nun wirklich nicht mehr sein.

 

Dann geh‘ ich weiter, es streift mich der Wind.

Der Winter zeigt, was er noch kann.

Und der Wind bläst heftig, warte mein Kind.

Der Frühling ist ja noch nicht dran.

 

Ach, Meister Winter, du alter Gesell‘,

willst du nicht schlafen geh’n?

Die Blumen blüh’n und die Sonne scheint hell.

Niemand will dich mehr seh’n.

 

Wer gewinnt das Spiel nun im Jahreslauf?

Da bin ich wirklich gespannt.

Vielleicht reichen sich, ich hoffe darauf,

Winter und Frühling die Hand.

 01. 03. 2020

 


Ins Herz


Da lieben sich zwei und zeigen es auch.

Sie hängten ihr Herz an diesen Baum.

Sie meinten wohl, das ist ein schöner Brauch.

Nachgedacht haben sie dabei kaum.

 

Ich schaue genau und kann es nicht glauben.

Lieber Baum, ich spür‘ deinen Schmerz.

Das Herz ist befestigt mit starken Schrauben.

Und das trifft mich mitten ins Herz.

Lucienvörder Allee Richtung Hohnsen

17. 02. 2020

 


Nur aus Spaß

 

An den Stiefeln klebt der Matsch

und beim Gehen macht es „Patsch“.

Ich bin vom Regen ziemlich nass

und habe trotzdem meinen Spaß.

 

Auf der Wiese, welch‘ Entzücken,

könnt‘ ich Gänseblümchen pflücken.

Guten Tag, schön Euch zu seh’n.

Doch ich lass‘ Euch lieber steh’n.

 

Zu Haus gibt’s Kaffee, stark und heiß

und dazu noch ein kleines Eis.

Dann träum‘ ich, dass schon Frühling wär.

Das ist so schön, was will ich mehr.

04. 02. 2020


Sehnsucht

 


Der Regen tropft auf die Bäume.

Er durchnässt auch mein Gesicht.

Ich geh‘ durch den Wald und träume.

Der Regen, er stört mich nicht.

 

Es sind doch nur Freudentränen,

die der Himmel für mich vergießt.

Schon bald erhört er mein Sehnen

nach dem Frühling, wenn’s grünt und sprießt.

 

Ich geh‘ weiter guter Dinge.

Und als ich dann tret‘ aus dem Wald,

seh‘ ich erste Winterlinge.

Da weiß ich, der Frühling kommt bald.


Galgenberg/Marienburger Höhe

28. 01. 2020



Frühling und Herbst


Frühling liegt schon in der Luft.

Es ist erst Januar.

Überall spür‘ ich den Duft

und find‘ es wunderbar.

 

Frühling und Herbst, ja diese beiden

sind mir die liebsten Jahreszeiten.

Den heißen Sommer möcht‘ ich meiden.

Der Winter muss mich nicht begleiten.

 

Doch wenn die ersten Sonnenstrahlen

im Frühling mich ganz zärtlich necken.

Und wenn der Herbst beginnt zu malen,

was kann ich Schönes da entdecken.

Sternwarte am Galgenberg

15. 01. 2020


Silvester ist kein Freitag

 

Am Freitagmorgen wird protestiert,

der Klimawandel thematisiert.

Dabei könnte jeder selbst was machen.

Lässt man zum Beispiel die Böller krachen,

bläst den Feinstaub durch die Luft in Massen,

muss man den Müll nicht noch liegen lassen.

Nachdenken heißt hier die Devise,

das hilft viel mehr der Klimakrise.

01. 01. 2020

Abschied vom Jahr


Das alte Jahr geht auf die Reise.

Es sagt „Auf Wiederseh’n“ ganz leise.

Es war ein sehr bewegtes Jahr,

war traurig, schön und wunderbar.

Neue Menschen traten in mein Leben.

Und Abschiede hat es auch gegeben.

Ein wenig tut das Herz mir weh,

wenn ich dem Jahr nun sag‘ Adé.

Das neue Jahr? Es sei willkommen.

Ich habe mir viel vorgenommen.

29. 12. 2019



Frohes Fest

 

Hab‘ ich an alle Geschenke gedacht,

Pakete rechtzeitig zur Post gebracht?

Sind die Weihnachtsbriefe alle geschrieben?

Ist von der Liste nichts übriggeblieben?

 

Was soll die ganze Hektik nur?

Mir reicht’s, ich geh‘ in die Natur.

Die Sonne lacht, die Vögel singen.

Das wird mich wieder ’runter bringen.

 

Aus der Kirche klingen Weihnachtslieder.

Das Weihnachtsgefühl, da ist es wieder.

Nun schaffe ich sicher auch den Rest.

Ich wünsche allen ein schönes Fest.

18. 12. 2019


Wenn ich könnte…..

 

Wenn ich könnte, würde ich malen.

Wenn ich könnte, malte ich ein Bild.

Von den Blumen und Sonnenstrahlen,

mit den Farben, mal kräftig, mal mild.

 

Wenn ich könnte, würde ich singen.

Wenn ich könnte, sänge ich ein Lied.

Von der Schönheit würde es klingen.

Mit den Vögeln, da sänge ich mit.

 

Ich kann nicht singen, kann nicht malen.

Mir kommen nur Worte in den Sinn.

Und möchte doch vor Freude strahlen,

denn ich bin eine Schreibmalerin.



 14. 12. 2019

Als ich einem Poetenfreund aus unserem Autorenkreis mitteilte, dass ich es bedauere, nicht malen zu können, antwortete er, er könne es auch nicht, wir beide wären eben „Schreibmaler“. Den Ausdruck fand ich sehr schön und in der Nacht darauf fielen mir diese Zeilen dazu ein.


Märchenreich

 

Goldene Blätter von den Bäumen

führen mich ins Märchenreich.

Und dann fange ich an zu träumen.

Goldmarie kommt sicher gleich.

in der Sedanstraße

01. 12. 2019


Die letzten Tage im November

 

Die letzten Tage im November.

Der Herbstwind bläst sich nochmal frei.

Und vor der Tür steht der Dezember.

Bald ist auch dieses Jahr vorbei.

 

Ich war oft heiter, manchmal nicht.

Schrieb auf die Worte, die ich fand.

Was wohl das neue Jahr verspricht?

Wir werden seh’n, ich bin gespannt.

28. 11. 2019



Das Ding in der Hand

 

Können die jungen Leute nicht mehr geh’n

ohne so ein Ding in der Hand?

Egal, wo ich g’rad bin, ich kann sie seh’n.

Und sie starren völlig gebannt.

 

Mit gesenktem Blick geh’n sie durch die Natur.

Ihre Schönheit seh’n sie nicht mal.

Das Ding in der Hand interessiert sie nur.

Alles andere ist egal.

 

Sie schau’n in die App, wann gibt es Regen

und sind dabei längst nass.

Ich schau‘, wie sich die Wolken bewegen.

Das macht mir viel mehr Spaß.

 

Ich habe kein Smartphone, um Fotos zu schießen,

hab‘ die Kamera dabei.

Doch ich kann den Spaziergang auch richtig genießen.

Bin altmodisch, aber frei.

23. 11. 2019

 



Vergangene Pracht

 

Längst ist verblüht die goldene Pracht.

Gern habe ich sie angeseh’n.

Ich spüre, wie traurig es mich macht,

bleibe ich vor dem Felde steh’n.

 

Schwarz sind die Köpfchen und hängen herab.

Es ist fast, als schlafen sie fest.

Doch das Feld, es wurde zu ihrem Grab.

Der Sommer – es blieb nur ein Rest.

Am Galgenberg, Richtung Marienburger Höhe

20. 11. 2019

 

Leider verboten

Da Enten ja nicht lesen können,

hoffen sie auf ein Stückchen Brot.

Ich würd‘ es Ihnen gerne gönnen.

Doch auf dem Schild steht groß „Verbot“!

am Königsteich

12. 11. 2019


Ein einzelnes Blatt

 

Nur ein einzelnes Blatt

hängt an kahlen Zweigen.

Kann doch alles zeigen.

Nur ein einzelnes Blatt.

 

Dieses einzelne Blatt

ist auch bald vergangen.

Hab‘ es eingefangen

dieses einzelne Blatt.

im Lönswäldchen

31. 10. 2019