Winternebel


Unwirklich sieht die Landschaft aus.

So dass ich fast vermute,

es wären Geister hier zu Haus.

Ich hoffe, es sind gute.

Die bösen Geister lassen sich

durch Fröhlichkeit vertreiben.

Die guten aber liebe ich.

Sie dürfen gerne bleiben.

 

im Lönsbruch

12.01.2022

Neujahr


Nein, ich schreib‘ dieses Jahr kein Neujahrsgedicht.

Ich hab‘ doch schon alles gesagt.

Doch meine Gedanken bestimme ich nicht.

Da werde ich gar nicht gefragt.

Nun geh‘ ich spazieren, die Luft ist so mild,

als ob es schon Frühling wär‘.

Ich spür‘ in mir Worte, sie formen ein Bild.

Und ich wehre mich nicht mehr.

 

01.01.2022


Das war’s


Der Weihnachtsmarkt ist abgebaut.

Doch wer hat sich denn noch getraut,

Glühwein und Bratwurst zu genießen,

wenn die Coronazahlen sprießen.

Auf dem Markt steht noch der Baum.

Weihnachtsstimmung bringt er kaum.

Warum soll er da auch steh’n,

es ist kaum ein Mensch zu seh’n.

Auch dieses Jahr ist bald vorbei.

Es gab viel Regelallerlei.

Und kaum hatte man eine sich gemerkt,

wurde sie ausgesetzt oder verstärkt.

Was soll man davon nun noch halten?

Wird alles neu, bleibt es beim Alten?

Alles ist bisher noch offen.

Man kann nur das Beste hoffen.

25.12.2021


Weihnachten 2021


Wieder ein trauriges Weihnachtsfest.

Zum Glühweintrinken braucht man ’nen Test.

Masken verdecken auch jetzt das Gesicht.

Wer darunter lächelt, das sieht man nicht.

Auch der Himmel trägt schon seit Tagen grau.

Er weint kleine Tränen, weiß doch genau,

warum die Menschen traurig sind.

Und dazu pfeift leise der Wind.

Doch als ich so durch die Straßen geh‘

und in die geschmückten Fenster seh‘,

da zieht in mir wieder Frieden ein.

Alles wird gut, ich bin nicht allein.

19.12.2021

 


Gute Launemacher


Da lacht mich dieses Kerlchen an.

Ich schau‘ es an und staune,

wie hoch der „Biber“ klettern kann.

Schon hab‘ ich gute Laune.

gesehen in der Gartenstraße

15.12.2021

 

Advent


Wieder haben wir Advent,

alles strahlt in hellem Glanz.

Und die erste Kerze brennt

auf dem frisch geschmückten Kranz.

Aber trotz der vielen Lichter

seh‘ ich noch immer Traurigkeit.

Schau‘ in angstvolle Gesichter

wie letztes Jahr um diese Zeit.

Ich hab‘ sie noch nicht aufgegeben,

die Hoffnung, es gibt ein zurück

zu einem unbeschwerten Leben,

die Hoffnung auf ein neues Glück.

28.11.2021


So viel


Der Herbst gibt so viel doch zu schau’n.

Ich seh‘ mich daran niemals satt.

Ein Farbenspiel von Rot bis Braun,

wie wunderschön ist jedes Blatt.

Und wenn er leis‘ zu Ende geht,

die letzten Farben sind vergangen,

der Winter vor der Türe steht,

hab‘ ich in mir sie eingefangen.

18.11.2021

 


November


Grau ist es und der Wind bläst kalt,

färbt rot mir meine Wangen.

Der Winter, kommt er etwa bald?

Ich hab‘ noch kein Verlangen.

Die Tränen, die ins Aug‘ mir steigen,

sind vom Winde leider nur.

Die Sonne will sich gar nicht zeigen.

Trüb ist heute die Natur.

Dann schau‘ ich auf ein gold’nes Blatt.

Es tanzt im Wind vor mir.

Die Sonne, denk‘ ich mir, sie hat

versteckt sich, genau hier.

 

06.11.2021

 

So schön


Tränen laufen über mein Gesicht.

Ich bin nicht traurig, nein wirklich nicht.

Dann können es nur Freudentränen sein.

Der Herbst ist so schön, so schön, dass ich wein‘.

28.10.2021

 

Jahreszeiten


Zwei Jahreszeiten bräucht‘ ich nur.

Frühling und Herbst, wär’n mir genug.

Und all die Wunder der Natur

würd‘ ich sehen in einem Zug.

Im Sommer ist es oft viel zu heiß.

Jeder Regentropfen wird aufgenommen.

Der Winter ist wichtig, ach, ich weiß,

Die Natur muss ruh’n, neue Kraft bekommen.

Frühling und Sommer, Herbst und Winter,

vier Jahreszeiten, so ist es gedacht.

Ich weiß, es steckt ein Sinn dahinter,

sonst hätte der Herrgott sie nicht gemacht.

 

27.10.2021

 

Es ist Herbst


Es riecht so nach Erde,

nach leisem Vergeh’n.

Als ich traurig werde,

da bleibe ich steh’n.

Und dann schau‘ ich mich um,

so bunt rings umher.

Ach, was war ich doch dumm,

bin nicht traurig mehr.

23.10.2021

In eigener Sache:

Nachdem ich wegen der technischen Schwierigkeiten vor einiger Zeit versehentlich alle älteren Gedichte gelöscht habe, ist es mir endlich gelungen, ein paar Gedichte aus meinem Reisetagebuch einzusetzen. Es bleibt schwierig, weil die Telekom leider die automatische Formatierung gestrichen hat, ich also in Zukunft alles nach dem Hochladen oder schreiben erst neu  formatieren muss. Aber ich muss mich wohl daran gewöhnen.



Aus meinem Reisetagebuch

Sylt 2021

Zugfahren entspannt


Ich steh‘ auf Gleis sieben, wart‘ auf die Bahn.

Da kündigt ’ne freundliche Stimme an:

Heut‘ fährt der ICE von Gleis acht.

Gleis sieben war eigentlich gedacht.

Meinen Wagen find‘ ich beinahe gleich.

Doch wo ist mein Platz im Ruhebereich?

Aber da habe ich ihn entdeckt.

Er hat sich bei den ander’n versteckt.

Nun sitze ich hier, es rumpelt gemein.

Ja, Zugfahren kann so entspannend sein.

31.08.2021

Im Zug


Ich fahre auf vertrauten Wegen

wieder meiner Insel entgegen.

Was wird die Reise mir diesmal bringen?

Wird alles wie es geplant gelingen?

Es wird vieles wie immer, manches neu.

Meine Insel, mein Sylt, wie ich mich freu‘.

 

31.08.2021


In der Hörnumer Heide


Strahlender Himmel und Sonnenschein.

Abseits vom Hafen bin ich allein.

Ich sitze hier, schließ‘ die Augen zu,

denke an dich, welch‘ himmlische Ruh‘.

04.09.2021

Rosen und Köm


Auf einer Wolke sehe ich dich,

die unser Schiff begleiten.

Und ich spüre, du behütest mich,

jetzt und zu allen Zeiten.

Ich denke an dich und der Rosenstrauß

ist ein kleiner Gruß von mir.

Dann füll‘ ich den Becher, schütte ihn aus.

Den zweiten trink‘ ich mit dir.

 04.09.2021


Gar nicht so einfach


Flusskrebscocktail in Wenningstedt

gibt es nicht mehr, das ist nicht nett.

Ich marschiere nun also nach Westerland,

erstehe ein Töpfchen, zahl‘ bar auf die Hand.

Kaffee und Kuchen dann im Café Wien

bekomme ich leider wieder nicht hin.

Wie üblich sind alle Plätze besetzt.

Ich habe genug und ich gehe jetzt.

Ich marschiere nach Wenningstedt zurück.

Den Fisch hab‘ ich ja nun, was für ein Glück.

06.09.2021

Veggie day


Es gibt Veggie days in der Kantine.

Bei Möwen gibt’s das scheinbar auch.

Dann stopfen sie sich mit froher Miene

statt Fisch mal Körner in den Bauch.

07.09.2021

Gedanken zum Abschied


Corona hat vieles nicht einfach gemacht.

Doch ich war wieder hier, das tat gut.

Wie zum Trotz hat die Sonne täglich gelacht.

Sie gibt für die Zukunft Kraft und Mut.

Ich schaue noch einmal über das Meer,

seh‘ in den Sonnenschein.

Was ist, wenn ich nächstes Jahr wiederkehr‘?

Wie wird es dann wohl sein?

09.09.2021