Märchenreich

 

Goldene Blätter von den Bäumen

führen mich ins Märchenreich.

Und dann fange ich an zu träumen.

Goldmarie kommt sicher gleich.

in der Sedanstraße

01. 12. 2019


Die letzten Tage im November

 

Die letzten Tage im November.

Der Herbstwind bläst sich nochmal frei.

Und vor der Tür steht der Dezember.

Bald ist auch dieses Jahr vorbei.

 

Ich war oft heiter, manchmal nicht.

Schrieb auf die Worte, die ich fand.

Was wohl das neue Jahr verspricht?

Wir werden seh’n, ich bin gespannt.

28. 11. 2019



Das Ding in der Hand

 

Können die jungen Leute nicht mehr geh’n

ohne so ein Ding in der Hand?

Egal, wo ich g’rad bin, ich kann sie seh’n.

Und sie starren völlig gebannt.

 

Mit gesenktem Blick geh’n sie durch die Natur.

Ihre Schönheit seh’n sie nicht mal.

Das Ding in der Hand interessiert sie nur.

Alles andere ist egal.

 

Sie schau’n in die App, wann gibt es Regen

und sind dabei längst nass.

Ich schau‘, wie sich die Wolken bewegen.

Das macht mir viel mehr Spaß.

 

Ich habe kein Smartphone, um Fotos zu schießen,

hab‘ die Kamera dabei.

Doch ich kann den Spaziergang auch richtig genießen.

Bin altmodisch, aber frei.

23. 11. 2019

 



Vergangene Pracht

 

Längst ist verblüht die goldene Pracht.

Gern habe ich sie angeseh’n.

Ich spüre, wie traurig es mich macht,

bleibe ich vor dem Felde steh’n.

 

Schwarz sind die Köpfchen und hängen herab.

Es ist fast, als schlafen sie fest.

Doch das Feld, es wurde zu ihrem Grab.

Der Sommer – es blieb nur ein Rest.

Am Galgenberg, Richtung Marienburger Höhe

20. 11. 2019

 

Leider verboten

Da Enten ja nicht lesen können,

hoffen sie auf ein Stückchen Brot.

Ich würd‘ es Ihnen gerne gönnen.

Doch auf dem Schild steht groß „Verbot“!

am Königsteich

12. 11. 2019


Ein einzelnes Blatt

 

Nur ein einzelnes Blatt

hängt an kahlen Zweigen.

Kann doch alles zeigen.

Nur ein einzelnes Blatt.

 

Dieses einzelne Blatt

ist auch bald vergangen.

Hab‘ es eingefangen

dieses einzelne Blatt.

im Lönswäldchen

31. 10. 2019


Falscher Schein

 

Sind Sie vom Ordnungsamt etwa?

Das will eine Dame von mir wissen.

Bin ich gemein und sage ja?

Vielleicht hat sie ein schlechtes Gewissen.

 

Parkte sie falsch hier am Straßenrand?

Das weiß ich nun nicht.

Ich nahm doch nur meinen Block zur Hand

und schrieb ein Gedicht.

 

Ich hab‘ ihre Frage höflich verneint.

Ein Stein fällt vom Herzen – riesengroß.

Es ist halt nicht alles so, wie es scheint.

Und mir fällt ein Gedicht in den Schoß.

erlebt am Bergsteinweg

26. 10. 2019

 


Die zertanzten Schuhe

 

Sie könnten sicher viel berichten

vom Geigenklang und Walzerreigen.

Doch werden sie darauf verzichten.

Manchmal soll man halt lieber schweigen.

26. 10. 2019

Gartenstraße


Gut geschützt

 

Der Herbst sich mit dem Sommer streitet.

Ich bin auf alles vorbereitet.

Ich geh‘ mit Mütze aus dem Haus.

Wie schön, es kommt die Sonne ’raus.

Der Herbstwind lauert im Verstecke.

Ich biege um die nächste Ecke,

da fährt er auf seine Geschütze.

Ich bin geschützt mit meiner Mütze.

Und sie dient mir auch im Regen.

Ist das nicht ein wahrer Segen?

19. 10. 2019

im Galgenberg


Aus meinem Reisetagebuch

Sylt 2019


Meine Insel


Sylt, meine Insel, ich bin wieder da.

Ich spüre, du bist mir wieder so nah.

Die Sonne fehlt, der Himmel ist grau.

Es regnet leise, der Wind ist rau.

Die Fahrt war beschwerlich, das ist mir egal.

Meine Insel, mein Sylt, ich lieb‘ dich nun mal.

26. 09. 2019

am Abend in Wenningstedt


Sonntagsspaziergang auf Sylt



(Diese Kunstwerke von Christel Lechner stehen überall im Ort)


Meine Insel zeigt wieder ihr graues Gesicht.

Doch ich freue mich sehr, denn es regnet g’rad‘ nicht.

Und der Sturm legt ein kleines Päuschen ein.

Trinkt er Tee vielleicht mit dem Sonnenschein?

 

Nun regnet es doch, was soll ich machen?

Ich könnte weinen, möcht‘ lieber lachen.

Ich freue mich einfach und bleibe heiter.

Auch wenn ich mich nicht freu‘, regnet es weiter.

29. 09. 2019

Wenningstedt

 

Zu klein


Der Sturm hat die Regenwolken vertrieben.

Der Himmel ist blau, die Sonne lacht.

Da bin ich nicht in der Wohnung geblieben.

Hab‘ zum Spaziergang mich aufgemacht.

 

Ich sah einen alten Apfelbaum

und dachte, ein Apfel wär‘ fein.

Doch das blieb leider ein schöner Traum.

Zum „Klauen“ bin ich viel zu klein.

30. 09. 2019

Wenningstedt

(es hat später doch noch geregnet)

 

Nur eine Kleinigkeit

Oft ist es nur eine Kleinigkeit.

Ein Drachen im Wind, eine Muschel im Sand.

Öffne die Augen, nimm dir die Zeit.

Vielleicht hältst auch du dann das Glück in der Hand.


Den Drachen habe ich in Hörnum gesehen, die Muschel in Wenningstedt gefunden

04. 10. 2019

List


Abendrot


Über dem Meer zeigt sich Abendrot.

Die Engel heizen den Ofen an,

um zu backen ihr himmlisches Brot

Wie schön, wenn man einfach träumen kann.

06. 10. 2019

Wenningstedt, am Abend


Meine Zeit mit dir



Meine Zeit mit dir, sie geht nun zu Ende.

Stürmisch begann sie, nass und so kalt.

Als ich’s nicht mehr geglaubt, kam doch die Wende.

Nun schien die Sonne, danke, bis bald.

 

Meine Zeit mit dir, ich möcht‘ sie nicht missen.

Du warst manchmal launisch, das ist wahr.

Doch hier geht’s mir gut und wir beide wissen:

Ich komme wieder, auch nächstes Jahr.


08. 10. 2019

Wenningstedt, Abendspaziergang am Strand





 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 






 







 








 






 



 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Goldene Blätter von den Bäumen
führen mich ins Märchenreich.
Und dann fange ich an zu träumen.
Goldmarie kommt sicher gleich.
 
 
in der Sedanstraße
01. 12. 2019
Märchenreich