Polterabend?

Wer warf denn diese Scherben raus?
Das sieht nach Polterabend aus.
Aber hier an diesem Baum?
Na, das glaube ich doch kaum.
Wollte man sie vielleicht vererben,
als sie noch ganz und keine Scherben?
Ist man dann zu schnell gerannt
und sie fielen aus der Hand?
Vielleicht war es auch Absicht gar,
weil es die falsche Farbe war.
Mir fallen viele Gründe ein,
doch lass‘ das Grübeln ich jetzt sein.
Ich denk‘ mir, Scherben bringen Glück.
Der Scherbenhaufen bleibt zurück.
Diesen Scherbenhaufen fand ich in der Gartenstraße
©ElviEra Kensche
31.07.2022


Waschanleitung

Waschanlagen sollte man
bei diesem Auto nicht benutzen.
Klar und deutlich steht es d’ran.
Hier darf man mit der Hand nur putzen.
Auch bügeln sollte man ihn nicht.
Und zu heiß darf das Wasser nicht sein.
Was ist, wenn man die Regel bricht?
Ich befürchte, der Wagen läuft ein.
Diese „Waschanleitung“ sah ich an einem Wagen
am Lappenberg

18/19,.07.2022


Singleclub

Schon wieder liegt ein Handschuh hier.
Er bleibt wohl einsam, denk‘ ich mir.
Doch plötzlich kommt mir die Idee:
Weil ich von ihnen viele seh‘,
Sandalen, Stiefel und auch Schuhe,
wird’s Zeit, dass ich für sie was tue.
Ein Singleclub für Einzelteile.
Keiner hat dann mehr Langeweile.
Und man ist sich nicht mehr fremd.
Finde ich dann mal ein Hemd
darf’s in den Club auch mit hinein.
So wählerisch will ich nicht sein.
Den Club, den gründe ich gleich heute.
Sagt es gern weiter, liebe Leute.
Gesehen im Liebesgrund
12.07.2022



Geschafft


Ich war sehr lange fort, nun bin ich zurück.
Geh‘ zum Königsteich und bin sprachlos vor Glück.
Die Seerosen blüh’n wieder in alter Pracht.
Danke Mutter Natur, hast du gut gemacht.


06.07.2022
am Königsteich

Aus meinem Reisetagebuch
Meißen 2022

Heimkehr nach Meißen


Ich hab‘ schon meinen Koffer da.
Und heute sitze ich im Zug.
Mein Meißen, ich bin dir ganz nah.
Die Wartezeit war lang genug.
Mein Meißen, ich hab‘ dich vermisst.
Und auch die Freunde, die dort sind.
Weil du mir zweite Heimat bist.
Ich freu‘ mich, freu‘ mich wie ein Kind.
05.06.2022
Im Zug

Na Bravo

Bis jetzt ging alles gut, wie fein.
Die Geister, die ich rief.
Nun steh‘ ich hier und nicht allein.
Da geht es doch noch schief.

Die Zugtür klemmt und geht nicht auf.
Das finden wir nicht heiter.
Zur nächsten Tür im Dauerlauf.
Da fährt der Zug schon weiter.

Wir müssen nun zum Hauptbahnhof.
Die Tür geht auf, zum Glück.
Jetzt steh‘ ich hier und das ist doof.
Ich muss wieder zurück.

Die S-Bahn schaff‘ ich nun nicht mehr.
Doch kurz ist hier der Takt.
Bald kommt die nächste, bitte sehr.
Das hab‘ ich dann gepackt.

Und zwar ganz locker, wie ich seh‘,
denn die kommt nun zu spät.
Bevor ich noch zu Fuß heut‘ geh‘,
wart‘ ich, bis es dann geht.

Na endlich, denk‘ ich, nichts wie los.
Doch weiter geht die Qual.
Die S-Bahn fährt bis Meißen bloß.
Das ist doch jetzt fatal.

Bis Meißen-Altstadt fährt sie nicht.
Dafür fehlt nun die Zeit.
Da ist die nächste schon in Sicht
und auch zur Fahrt bereit.

Na Bravo, endlich bin ich da,
geh‘ ganz schnell zum Quartier.
Ach, Gott sei Dank, ich ruf‘ Hurra.

Man wartet auch schon hier.
So wurde doch noch alles gut.
Schön ist es mit der Bahn.
Verliert man nicht so schnell den Mut
kommt irgendwann man an.

05.06.2022
Angefangen auf der Fahrt von Dresden-Neustadt nach
Meißen-Altstadt, beendet im Urlaubsquartier Meißen


Geliebtes Meißen


Geliebtes Meißen, ich bin zurück.
Entdecke dich neu nun Stück für Stück.
Geh‘ an der Elbe im Sonnenschein.
Trinke ein Glas vom goldenen Wein.
Die Blumen grüßen mich an Mauern und Wegen.
Hallo rufe ich ihnen freudig entgegen.
Geliebtes Meißen, ich bin zurück.
Welch‘ eine Freude, was für ein Glück.


07.06.2022
Meißen, auf einem Spaziergang

Nach dem Literaturfest



Der Trubel ist erstmal vorbei.
Ich geh‘ spazieren, fühl‘ mich frei.
Die Albrechtsburg thront auf dem Berg.
Hier unten bin ich wie ein Zwerg.
Klein von Gestalt bin ich auch bloß.
Doch heute fühle ich mich groß.
Schön waren diese Lesetage.
Ich komme wieder, keine Frage.
13.06.2022
Meißen, auf einem Spaziergang

„Dessert im Glas“



Die Wirtin empfiehlt „Dessert im Glas“.
Das sollte ich probieren.
Neugierig bestelle ich mir das.
Ich will es mal riskieren.
„Dessert im Glas“, das trifft es auch.
Ein feiner Traum mit Nuss.
Er wärmt die Seele und den Bauch.
Ach, was für ein Genuss.
13.06.2022
Meißen, im Restaurant Am Hundewinkel
Bei einem wunderbaren Nusslikör

Die Görnische Gasse in Meißen



Langsam sich alles zum Guten wendet.
Hier hat man nachgedacht.
Bevor die Gasse als Schandfleck endet
wurde viel schon gemacht.
Sitzplätze laden ein zum Verweilen.
Sehr schön gestaltet, ganz liebevoll.
Ich muss nicht mehr durch die Gasse eilen.
Ich schau‘ mich gern um, finde das toll.
Bis hier ein Kleinod wieder entsteht
ist sicher noch viel zu tun.
Aber man sieht schon, dass es auch geht.
Die Meißner werden nicht ruh’n.
Ich wünsche den Meißnern viel Kraft und Mut.
Und Politiker mit Verstand.
Am Ende wird sicher dann alles gut.
Und die Gasse ganz elegant.
14.06.2022
Meißen, beim Gang durch die Görnische Gasse

Rosen in Meißen


Schön blüh’n die Rosen, wie ein Gedicht
leuchten sie rosa im Sonnenlicht.
In Meißen gibt’s an allen Ecken
doch so viel Schönes zu entdecken.

14.06.2022
Meißen, Freiheit


In Meißen ist es schön.



Wenn ich in Meißen bin, bin ich froh.
Genieße das Leben – sowieso.
Gehe spazieren im Sonnenschein.
Besuche Freunde, trink‘ ein Glas Wein.
Auch das Meißner Bier ist ein Genuss.
Herrjeh, man jetzt ja fast denken muss,
ich denk‘ hier an Essen und Trinken nur.
Oh nein, in Meißen gibt es auch Kultur.
Zum Literaturfest reise ich gerne an.
Auch die Burgfestspiele ziehen mich in den Bann.
Muss ich wieder fort, bin ich nicht froh.
Doch komme ich wieder – sowieso.

14.06.2022
Meißen, beim Abendessen


Ilses Kaffeestube in Pirna


Ich war hier doch sehr gern zu Gast.
Doch jetzt bin ich entzaubert fast.
Lecker war Ilses Eierschecke.
Probier‘ ich heute, ja dann schmecke
ich Schecke wie aus der Retorte.
Da fehlen mir doch fast die Worte.
Auch ist die Kleidung sehr leger.
Mir fehlt der Stil, mir fehlt das Flair.
Ach Ilse, das tut mir sehr leid.
Wo bleibt da die „Gemietlichkeit“.

16.06.2022
Meißen
Nach einem Besuch in Ilses Kaffeestube, Pirna


Auf der Suche nach den Schäfchen in Radebeul


Das Haus habe ich gleich wieder gefunden.
Doch da steht allein die Ente nur.
Wo sind meine Schäfchen, sind sie verschwunden?
Ich schau‘ mich um, find‘ ich eine Spur?
Da finde ich eines, was für ein Glück.
Es sieht schon sehr mitgenommen aus.
Ich nehm‘ es behutsam, stell‘ es zurück.
Vor diese Hecke, an diesem Haus.
Ich denk‘ an das Schäfchen, mit dem es begann.
Das erste, es ist leider fort.
Doch bleibt es im Herzen, denke ich dann
und verlasse leise den Ort.
16.06.2022
Meißen
Nach einem Besuch in Radebeul
(Die Geschichte über die Schäfchen steht in meinem Buch Die silberfarbene Gebäckdose)

Auf dem Marktplatz in Meißen


Ich hab‘ mir die Häuser schon oft angeschaut.
Doch merk‘ ich erst heut‘, eins scheint komisch gebaut.
Ich sehe nach oben, muss mich fast verrenken.
Ein Erker ist schief, das gibt mir doch zu denken.
Trank etwa der Baumeister zu viel Wein?
Wir sind in Meißen, das könnte schon sein.
18. 06. 2022
Meißen

Nachruf auf den Tierpark in Meißen



Was gab es doch immer so viel zu schauen.
Ich war oft und gerne hier.
Ich mochte besonders die weißen Pfauen.
Nein, eigentlich jedes Tier.
Nun stehe ich hier und kann es nicht fassen.
Alles ist still, der Tierpark leer.
Der Pächter wurde alleine gelassen.
Ist das gerecht, ist das denn fair?
Der Nachfolger bekommt unterdessen,
was man Herrn Drechsler verwehrte.
Wurde mit zweierlei Maß gemessen,
weil man das Grundstück begehrte?
Die Antwort darauf weiß ich leider nicht.
Doch einen Trost hab‘ ich ja.
Ich schrieb im Tierpark so manches Gedicht.
Und darum bleibt er mir nah.

20.06.2022
Meißen, ehem. Tierpark bei Siebeneichen

Tagtraum
beim Blick auf das Prunkbett im Federzimmer
von Schloss Moritzburg

Ich schließe, die Augen und seh‘ es vor mir.
Kurfürst August der Starke, liegt er nicht hier?
Legt er sein müdes Haupt da nicht hin
in dieses Bett unter’m Baldachin?
Streckt er nicht seine starken Glieder?
Da öffne ich die Augen wieder.
Es war nur ein Tagtraum, das Bett ist leer.
Wie schade, denk‘ ich mir, schön, wenn’s so wär‘.
21.06.2022
Meißen
Nach einem Besuch im Schloss Moritzburg


Leise Wehmut


Wehmut kommt mir in den Sinn.
Zu Ende geht die Zeit bald hier.
Doch bevor ich traurig bin,
trinke ich lieber noch ein Bier.
Ich will nicht an zu Hause denken.
Noch will ich hier zu Hause sein.
Ich will mir diese Zeit noch schenken.
Noch pack‘ ich nicht den Koffer ein.
Und wenn ich geh‘, werd‘ ich nicht weinen.
Ich werd‘ mit einem Lächeln geh’n.
Mein Meißen ruft, will mir fast scheinen:
Mach’s gut und bis zum Wiederseh’n.
24.06.2022
Meißen
Beim Abendessen


Gedanken über die Wiener Sprache



Welch‘ schönen Klang diese Sprache hat.
Feldsalat heißt hier Vogerlsalat.
Kartoffeln klingen bei uns dumpf und schwer.
Erdäpfel kommen viel leichter daher.
Wird Backhendl mir dazu noch serviert
will ich kein Hähnchen mehr – garantiert.
Hier im Lokal ist jedes Gericht
aber nicht nur sprachlich ein Gedicht.
25.06.2022
Meißen
Bei einem vorzüglichen Abendessen
im Restaurant Am Hundewinkel


Der große Regen

Am ersten und am letzten Tag
gibt’s eine Sitte, die ich mag.
Ich sitz‘ auf dem Marktplatz und trink‘ ein Bier.
Genau das wollte ich heute auch hier.
Ich lud Michael dazu ein.
Das sollte unser Abschied sein.
Doch alle Schirme war’n geschlossen.
Warum, fragten wir ganz verdrossen.
Wegen des Regens hat es geheißen.
Also sowas gibt’s auch nur in Meißen.
Der Himmel war ganz klar und trocken.
Wir mussten trotzdem drinnen hocken.
Der Kellner brachte eine Runde
und sprach, in einer halben Stunde
fängt es gewiss zu regnen an.
Doch woher wusste das der Mann?
Zwei Stunden saßen wir nun drinnen.
Statt Regen fing Schweiß an zu rinnen.
Und trocken kamen wir nach Haus.
Der große Regen, er blieb aus.
Und die Moral von dieser Geschicht‘?
Einem Kellner widerspricht man nicht.

27.06.2022
Meißen

Nach dem Abschiedsabend im Lokal Schwerter Schankhaus
Ein Foto habe ich mir erspart.
(spät in der Nacht kam doch noch Regen und Gewitter)


Abschied



Ein letzter Blick, ein letzter Gruß.
Wie schade, dass ich fahren muss.
Doch schnell wird die Zeit vergeh’n
bis zum nächsten Wiederseh’n.
28.06.2022
Meißen
Beim Abschiedsspaziergang



Ende gut – alles gut



Die S-Bahn aus Meißen fuhr viel zu spät.
Da hab‘ ich den Anschluss verpasst.
Ich zweifelte, wie es nun weitergeht.
Und dachte, das war es wohl fast.
Doch nun will ich mal was Nettes sagen.
Die Fahrt umzubuchen war kein Problem.
Es geht auch freundlich, man muss nur fragen.
Manchmal ist Bahnfahren doch angenehm.
Nun sitz‘ ich im Zug, lehn‘ mich zurück.
Ich weiß, ich komm‘ sicher an.
Manchmal, da hat man eben auch Glück.
Ich fahr‘ gerne mit der Bahn.

28.06.2022
Im Zug nach Haus



Mit Fantasie

Nanu, was ist das für eine Chose?
Die Erdbeere sieht aus wie ’ne Hose.
Nun steht sie auf dem Tischchen hier.
Doch fehlt noch etwas, denk‘ ich mir.
Ich steck‘ eine zweite Beere d’ran.
Da steht doch vor mir ein kleiner Mann.
Ein Erdbeerkobold, oh wie fein.
Das kann wohl nur der „Erdbeert“ sein.
Doch ohne etwas Fantasie
entdeckt man diesen Kobold nie.

22.05.2022

Kunstausstellung

 

Die Kunst zog es ins Freie hinaus.
Hier stellte man herrliche Kunstwerke aus.
Ganz ohne Farben und Leinwand dazu.
Und eine Frage lässt mir keine Ruh‘:
Wer war wohl der Künstler, war die Künstlerin.
Ich möcht‘ mich bedanken, weil ich glücklich bin.

im Galgenberg an der Sternwarte
19.05.2022



Wie im Märchen

Nanu, ich fand an diesem Platz
einen kleinen goldenen Schatz.
Ob das Sterntalerkind ihn verlor?
Oder vielleicht, so kommt’s mir fast vor,
ist der Goldesel an diesem Platz gewesen.
Warum hat man die Taler nicht aufgelesen?
Ich schaue genau und staune nicht schlecht.
Sie sind aus Papier und leider nicht echt.
diesen „Goldschatz“ entdeckte ich am Bauzaun an der Bischofsmühle

18.05.2022

Ich glaub‘, mich tritt ein Pferd


Ich glaub‘, mich tritt ein Pferd.
Doch ist gar keins zu seh’n.
Was läuft denn da verkehrt?
Das kann ich nicht versteh’n.
Das Pferd, sieht man ganz deutlich hier,
war hinten nicht ganz dicht.
Versteckt sich darum nun das Tier?
Es schämt sich doch wohl nicht?

entdeckt im Galgenberg
06.05.2022


Wiesenblumen


So schön die Gänseblümchen blüh’n,
Veilchen und Löwenzahn.
Man kann sich noch so sehr bemüh’n,
kommt nicht dagegen an.
Die Gärtner möchten reinen Rasen
und keine bunte Wiese.
Ach, schade, dass sie ganz vergaßen,
wie schön ist g’rade diese.
Der Mensch ist leider überheblich,
sieht oft das Große nur.
Ich freu‘ mich, wenn er kämpft vergeblich
und auch Mutter Natur.
im Magdalenengarten
23.04.2022


Vorbei



Der Winter kam am ersten April
mit Macht wieder zurück.
Ich schau‘ auf den Baum und leide still.
Vorbei mein Blütenglück.
Doch die Hoffnung verliere ich nicht.
Meine Hoffnung auf neues Leben.
Wenn die Sonne wärmt mit ihrem Licht
wird’s vielleicht neue Blüten geben.
im Magdalenengarten

03.04.2022

April, April

 


April, April?
Denke ich still
als ich erwacht
nach dunkler Nacht.
Wohin ich seh‘
alles voll Schnee.
Was soll denn das?
Das ist kein Spaß.
April, April
macht was er will.

01.04.2022


Magnolien


Die Magnolien fangen an zu blüh’n.
Wie schön der Frühling ist.
Aus grau und braun wird wieder bunt und grün.
Das hab‘ ich so vermisst.
Ich war so traurig letztes Jahr,
als die letzten Blüten fielen ins Gras.
Nun wird das Wunder wieder wahr.
Das Leben ist schön, das Leben macht Spaß.

im Magdalenengarten
29.03.2022


Folter


Geköpft und aufgespießt sodann.
Was für ein dreister Mord.
Wer wohl so grausam nur sein kann
an diesem schönen Ort?
Dann seh‘ zum Glück ich etwas später:
Das arme Tier ist hohl.
So wie der Kopf vom Übeltäter?
Ein blöder Scherz doch wohl.

im Galgenberg
27.03.2022


Eiszeit


Die Vögel singen mir ein Lied.
Sie bringen auch den Frühling mit.
Der nun zur Eiszeit werden kann
durch einen Krieg, durch einen Mann.
Darum kann ich trotz Sonnenschein
doch nicht so richtig fröhlich sein.
16.03.2022



Schwestern und Brüder


Es herrscht ein sinnloser, grausamer Krieg.
Es gibt nur Verlierer, doch keinen Sieg.
Die Menschen fliehen aus zerstörtem Land
in ein Schicksal, das völlig unbekannt.
Sind wir unter dem Himmel nicht alle vereint?
Unsere Sonne fragt auch nicht, für wen sie scheint.
Auf der Welt ist kein Platz für Zerstörung und Tod.
Wir sind Schwestern und Brüder nach Gottes Gebot.


13.03.2022

Vom Krieg

Mutter sprach noch oft
vom Krieg.
Doch wir haben Glück.
Er kommt nicht zurück.
Das hat sie gehofft.
Er steht vor der Tür
der Krieg.
Was ist nur gescheh’n?
Wer kann ihn versteh’n
den Krieg.
Und wer ist dafür?

27.02.2022


Hoffnung


Ob in diesem Jahr Seerosen blüh’n?
Die Winterstürme waren so rau.
Leuchten sie wieder im satten Grün?
Die Blätter sind noch leblos und grau.
Vielleicht bringt die Sonne Wärme und Kraft.
Vielleicht hatten sie einfach Glück.
Ich hoffe, sie haben es doch geschafft.
Ich hoffe, sie kehren zurück.

am Königsteich
26.02.2022